Historisches

1178

Littau wird erstmals erwähnt, damals noch als „Litowo“. 

Stiftung der Leutpriesterpfründe in Luzern
am 18. April 1178. Darin werden für die
Ausstattung der Pfründe die Zehnten im
Hof Staffeln (Zeile 8) und in Ruopigen (Zeile 9)
erwähnt, ferner als Zeugen Heinricus und
Nocherus de Litowo (in den zwei letzten Zeilen). (Quelle: Stadt Luzern)

1178-1400

Geschichtliche Aufstellung der Stadt Luzern über Littau.

1182

Es scheint als erwiesen, dass das Kloster Luzern mit 16 angegliederten Höfen (Darunter auch Litowe (Littau) schon 1182 zum Besitztum der Habsburger gehört.  Dies lässt sich aus den Dingrechten der Höfe, welche zu Luzern gehörten, ableiten.

(Quelle aus dem weiter unten genannten Dokument aus der „Geschichte der Habsburger“, Seite 79)

1236

Es gab schon früh eine Landstrasse Gotthard-Luzern-Basel.  1236 wird eine Emmenbrücke (vermutlich die Torenbergbrücke, Littau) erwähnt, nach 1347 existierte längere Zeit nur ein Fahr (als Lehen). 1412, 1426, 1436, 1455 und 1570-71 wurde die Brücke am heutigen Standort durch die Stadt Luzern neu errichtet. Die letzte Holzbrücke wurde 1783-85 von Josef Ritter erbaut und 1902 abgetragen. In den Konflikten zwischen Stadt und Land (Heringskrieg 1570) und in den Freischarenzügen
gewann sie an Bedeutung. Ab dem 14. Jh. bis 1848 war dort eine Zollstelle für Brücke, Fahr und Furten. 

(Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz)

1259

In dieser Zeit gehörte Litowe (Littau) immer noch zu den Besitztümer der Habsburger.  Sie übergaben dem Abt Theobald  ein genaues Verzeichnis sämtlicher Lehnen. Darin ist ausdrücklich die Vogtei Luzern erwähnt mit einer Reihe von Höfen des Klosters Luzern. Darunter befindet sich auch Litowe, Horwe, Criens, Stans, Malters, Emmen und Mecken.

(Quelle aus dem weiter unten genannten Dokument aus der „Geschichte der Habsburger“, Seite 80)

1291

Luzerner Bürger hatten schon 40 Jahre zuvor mit den Bewohnern der Alptäler gegen das Haus Habsburg gemeinsame Sache gemacht und die Stadt Luzern bot ein sehr bald schwankender Rückhalt für die Habsburger.

(Quelle aus „Geschichte der Habsburger, Studien von Dr. Aloys Schulte, Innsbruck, Verlag der Wagner’schen Universitäts-Buchhandlung, 1887 , Seite 115)

1296

Die Ritter von Littau (Nögger) verwendeten erstmals das heute bekannte Wappen, ebenso der Dinghof Littau des Stifts (Kloster Luzern). Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Staatsarchiv von Luzern.

1332

Bündnis zwischen Luzern und den drei Waldstätten und gleichzeitig der Beginn der alten Eidgenossenschaft. 

Der Schwur der drei Waldstätte und Luzerns am 13. November 1332. Darstellung aus Diebold Schillings „Luzerner Chronik“, 1513 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern). 

12. Jahrhundert

Im 12. Jahrhundert wurde die Burg Thorenberg erbaut. Die weitere Geschichte finden Sie in einen Bericht im Informationsmagazin der ULR.(Unternehmen Littau Reussbühl).

1842

Die Gebrüder von Moos kaufen auf der Reussinsel unterhalb der heutigen St. Karli-Brücke in Luzern eine Getreidemühle mit Wassernutzungsrecht und richten darin einen Drahtzug und eine Stiftenfabrik ein. Die von Moo’schen Eisenwerke sind geboren. Heute heisst die Firma Swiss-Steel AG. Seit 175 Jahren produziert sie als grösstes Recycling-Unternehmen der Schweiz erfolgreich Stahl. (Stand 2017).

1872-1952

Wohnhaus von Eierrösi

Auf der linken Gleisseite, vor der «Bahnschau» (Gebäude mit langem Kamin), stand das Wohnhaus Niedermatt. Dort wohnte eine berühmte Littauerin: das Eierrösi. Mit richtigem Namen hiess es Rosa Marti, lebte von 1872 bis 1952, und dank ihren Littauer Jahren hat es Eierrösi posthum zum Luzerner Original und zur Littauer Fasnachtsfigur gebracht. Der Frau wird nachgesagt, als Eierhändlerin durch die Gegend gezogen zu sein. Zwischendurch kehrte sie im Restaurant Merkur hinter dem Luzerner Bahnhof ein, wo sie unter Einsatz ihres ganzen Charmes männliche Gäste dazu brachte, ihr einen Römer Wein auszugeben. Durch zurückhaltendes Mundwerk soll Eierrösi dabei nicht aufgefallen sein.

Quelle: Luzerner Zeitung, Bild Josef Buholzer

1875

Littau  wurde an die Bahnlinie Luzern-Langnau-Bern angeschlossen.

1880

Siegfriedkarte 1:25’000 auf dem Geoportal Kanton Luzern. Bitte Regler oben rechts beachten auf der Online-Karte.

1886

Karl und Viktor Troller erbauen das Elektrizitätswerk Thorenberg. Es war das erste schweizerische Wechselstromkraftwerk mit Einspeisung in ein Stromnetz, was den Beginn der öffentlichen Elektrifikation in der Schweiz bedeutete und es war auch weltweit das erste Wasserkraftwerk mit einer Einspeisung in ein Verteilernetz, das zwei verschiedene Spannungsebenen aufweist.

1300 bis 2003

Die Geschichte von Littau im historischen Lexikon der Schweiz HLS. Bitte beachten Sie die Nutzungshinweise am Ende des Artikels.

2005

HOCHWASSER: Als das Wasser kam und siegte.
 
Man wusste immer, dass es auch mal richtig heftig werden könnte. Und trotzdem kam das Wasser im August 2005 mit einer Wucht, welche selbst die Betagtesten noch nicht erlebt hatten. Weite Teile der Zentralschweiz wurden überflutet. Eine Chronik der dramatischen Ereignisse.
 
 

HOCHWASSER: Zwei Tote, über 1000 Evakuierte.

Das Hochwasser stürzt den Kanton Luzern ins Chaos. Zwei Feuerwehrleute kamen ums Leben, 1000 bis 1400 Leute sind evakuiert worden. Der Verkehr ist zusammgengebrochen. Es gibt Stromausfall. Neuerdings ist auch Trinkwasser verschmutzt.